Europäischer Gerichtshof, Luxemburg-Stadt

Objekt:

 

Der Europäische Gerichtshof (EuGH), amtlich Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, ist das rechtsprechende Organ der Europäischen Union. Er nimmt damit im politischen System der EU die Rolle der Judikative ein.

Das Palais de Justice wurde 1972 errichtet und seitdem mehrfach baulich erweitert. Die vorerst letzte Erweiterung erfolgte 2002 nach den Plänen des französischen Architekten Dominique Perrault in zwei Bauabschnitten: Ausbau des bisherigen Baukörpers und Neubau von zwei Bürotürmen.

Ein auf 14 Meter hohen Stützen aufgeständerter Ring aus Büros umschließt nun das Palais. Die neue Fassade besteht aus unterschiedlich breiten, vertikal angeordneten Glaselementen, die dem Gebäude einen modernen Charakter verleiehen und gleichzeitig die dahinter liegenden Räume vor Überhitzung durch Sonnenstrahlung schützen.

Unweit des Palais entstanden zwei je 100 Meter hohe Bürotürme mit 24.000 Quadratmetern Nutzfläche. Die Türme erhielten eine weithin sichtbare goldene Hülle aus eloxiertem Aluminiumgewebe, das zwischen zwei Glasscheiben in ebenfalls goldene Rahmen eingebaut wurde. Das Gewebe verfügt über eine spezifische Zick-Zack-Kantung, das der Fassade zusätzliche optische Tiefe verleiht und raffinierte Licht-Akzente setzt. Zudem bietet es Sonnenschutz und ist dennoch licht- und luftdurchlässig.

Die Kosten für dieses Bauvorhaben beliefen sich auf rund 350 Millionen Euro. 

 

Systemanforderungen:

 

  • innenliegender Blendschutz
  • Anpassung der Blendschutzsysteme an die Montagegebenheiten vor Ort
    (Montage hinter abgehängte Decke)
  • Einhaltung der Rastermaße der Büros, die als "Open Office" konzipiert sind

 

Projektdurchführung:

 

  • Zuarbeit zur Ausschreibung im Jahre 2004
  • Auftragsverhandlungen und Abschluss Werksvertrag
  • Bemusterung von 3 Folien-Fassaden-Systemen

 

 

  • Projektdokumentation über das eingesetzte System
  • Freigabeverhandlungen über Art der Ausführung
  • Bauanlaufberatung mit Übergabe Bauzeitplan, Abstimmung Montageablauf, Abstimmung Vorleistung anderer Gewerke, Baustellenbegehung
  • Überwachung des Projektablaufes
  • Überleitung in die Produktion
  • Organisation der Lieferung an die Baustelle
  • Zwischenlagerung in gesicherten Räumen
  • Realisierung geteilter Behänge, d.h. zwei Behänge auf einer Welle,
    um die Variabilität des open office zu gewährleisten
  • Montage von mehr als 1.000 Folien-Fassaden-Systemen in den
    Abmessungen 1.000 x 3.000 bis 2.400 x 3.500 mm
  • Systeme individuell elektrisch bedienbar über Einzelsteuerung oder zentral über BUS-Steuerung
  • Verwendung einer dreilagigen beidseitig grauen Folie mit 1 % Lichttransmission (GyGy033)